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Vielfalt erleben.

Diese Serie ist anders als die üblichen Verwandten in der deutschen Privatsenderlandschaft. Die Medienrezensionen in den Feuilletons der deutschen Tageszeitungen sind durchweg gut ausgefallen und es handelt sich bei Stromberg um die einzige Privatsenderserie, die einen Grimme-Preis erhalten hat.  Dies liegt an einer komplexen Erzählstruktur (selbst im internationalen Vergleich) und an der intensiven Wirkung der einzelnen Folgen sowie der vielfältigen und folgenübergreifenden Handlung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Obwohl sie oft als Sitcom gehandelt wird und von Situationskomik durchzogen ist, treffen manche wichtigen klassischen Sitcommerkmale nicht zu. Im Gegensatz zur Aufzeichnung in nur wenigen nebeneinanderliegenden Kulissen gibt es bei Stromberg viele Ortswechsel. Die Räumlichkeiten sind komplex aufgebaut und realistisch ausgestattet. Ebenfalls werden Außenbereiche in die Handlung einbezogen. Besser geeignet wäre die Genrebezeichnung der Mockumentary, ein fiktionaler Dokumentarfilm, was insbesondere an den recht häufigen Interaktionen mit dem erdachten Kamerateam festzumachen ist. Die Kamera wackelt auch einige Male oder wird vom Filmen der Handlung ausgeschlossen. Ein Erzähler ist eigentlich ständig präsent und fast immer dabei, ohne jedoch zu sehen: es handelt sich um den Regisseur des fiktiven Kamerateams. Einem wichtigen Element des Theaters, dem Monolog, kommt in dieser Serie als Besonderheit eine Rolle zu. Die Charakterisierung der einzelnen Figuren läuft hier oft in Form von Monologen ab, so dass eine ironische Spannung entstehen kann. Die Episoden beginnen mit Teasern, die die Funktion haben, Probleme zu charakterisieren und Figuren zu identifizieren. Dieser Vorspann ist nicht wie üblich ein Zusammenschnitt sondern setzt sich aus 10 bis zwanzig Szenen zusammen.