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Vielfalt erleben.

Wie schon im Bereich Geschichte zu lesen, ist in Finsdorf eine holzverarbeitende Industrie historisch gewachsen. Die umliegenden Wälder bieten reichhaltige Fichten- und Ahornholzvorkommen, beides Hölzer, die schnell nachwachsen und vielseitig verwendbar sind. Nachdem im frühen 19. Jahrhundert die erste Papiermühle errichtet war, wurde immer mehr Holz geschlagen und ein eigener Industriezweig entstand. Nach und nach veränderten sich die Produktionsbedingungen, und eine zunehmende Mechanisierung in der Herstellung erforderte größere Wassermengen für die Kühlung der Anlagen. Da Finsdorf nicht an einem Fluss liegt, wurde der Standort für die Papierproduktion zum Ende des Jahrhunderts hin immer ungünstiger und die Produktionsstätten zogen in benachbarte Regionen um die Great Lakes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dank des großen Holzvorkommens und der im Umgang mit dem Werkstoff geschulten Arbeitskräfte konnte unter großem Einsatz des damaligen Bürgermeisters Joachim Wolff 1886 ein Holzmöbelwerk aufgebaut werden. Hier wurde eine der ersten Anlagen zur Fertigung von Tischen und Stühlen in größeren Auflagen und mit automatisierten Fertigungsschritten überhaupt aufgebaut. Zeitweilig wurde die Produktion auf bis zu 140 Tische pro Tag angekurbelt, eine für diese Zeit einmalige Zahl. Die Produkte der Möbelfabrik Wolff erfreuten sich großer überregionaler Beliebtheit, weil sie nicht nur günstig sondern auch sehr stabil und langlebig waren. Wegen der großen Zuwanderung und des Bevölkerungswachstums gab es zudem eine hohe Nachfrage nach Möbeln. Mit dem Ausbau der Fabrik 1902 wurde zudem die Herstellung von Betten möglich gemacht und man spezialisierte sich auf Kinderbetten in verschiedenen Größen. Es gab zu diesem Zeitpunkt weltweit keine automatisierte Herstellung von Kinderbetten, so dass sie auf dem ganzen Kontinent verkauft wurden.

 

Heute können Sie hier großartige Kindermöbel finden.